Für den Leser schreiben: Wie verfasst man guten Content? – Teil 2

Whats your Story Teil 2 Textqualität

Teil 2: Diese Faktoren beeinflussen die Textqualität

Im ersten Teil haben wir erklärt, wie Sie Ihre Leser mit einer starken Headline erreichen und ihnen Mehrwert liefern. Im zweiten Teil stellen wir nun Faktoren vor, die die Textqualität beeinflussen.

Hat man als Autor eine starke Headline verfasst, die die Leser auf den Beitrag bringt, gilt es nun dafür zu sorgen, sie auch hier zu behalten. Das gelingt zum einen durch den im ersten Teil erwähnten Mehrwert, zum anderen muss der Leser aber den Schreibstil und den Beitrag im Ganzen ansprechend finden.

Aufbau und Stil

Besteht der Text aus einem einzigen langen Block, wird der Leser vermutlich bereits am Anfang abspringen. Überschriften und Absätze bringen Struktur in einen Text und lassen eine optische Gliederung auf den ersten Blick zu. Nicht zuletzt hat die Seitenstruktur auch Auswirkungen auf das Suchmaschinenranking: Der Google Algorithmus bewertet unter anderem Website Usability und User Experience, denn die Zufriedenheit der Endnutzer ist das wichtigste Kriterium der Suchmaschine.

Gute Seiten sind mit Überschriften und Absätzen strukturiert und der Nutzer kann sich einfach zurechtfinden. Diese Seiten erzielen somit auch ein besseres Ranking. Dabei spielen neben der optischen Gliederung auch die Satzlänge sowie Struktur und Stil eine Rolle.

Optische Gliederung

In der linken Spalte steht der gleiche Text, wie in der rechten Spalte. Der einzige Unterschied ist die Struktur, die dafür sorgt, dass der Text in der rechten Spalte wesentlich ansprechender wirkt. Zwischenüberschrift und Verlinkungen lassen den Text angenehmer wirken.

Satzlänge

Wir betrachten zwei Beispiele:

V1: Der Google Algorithmus bewertet unter anderem Website Usability und User Experience, denn die Zufriedenheit der Endnutzer ist das wichtigste Kriterium der Suchmaschine. Gute Seiten sind mit Überschriften und Absätzen strukturiert und der Nutzer kann sich einfach zurechtfinden. Diese Seiten erzielen somit auch ein besseres Ranking. Dabei spielen neben der optischen Gliederung auch die Satzlänge sowie Struktur und Stil eine Rolle.

V2: Der Google Algorithmus bewertet unter anderem Website Usability und User Experience, denn die Zufriedenheit der Endnutzer ist das wichtigste Kriterium der Suchmaschine und somit erzielen gute Seiten, die durch Überschriften und Absätze strukturiert sind und auf denen der Nutzer sich zurechtfinden kann, auch ein besseres Ranking wobei neben der optischen Gliederung auch die Satzlänge sowie Struktur und Stil eine Rolle spielen.

Beide Versionen sagen das Gleiche aus. Allerdings ist der Inhalt in V1 in drei Sätze unterteilt, während sich in V2 der gleiche Inhalt in einem Satz über sechs Zeilen zieht. Der Nutzer kann am Ende dieses Satzes kaum noch wissen, wie er begonnen hat. Der Text wirkt dadurch unstrukturiert und unübersichtlich, ihn zu lesen ist extrem anstrengend für den User. Deshalb sollten zu lange Sätze vermieden und lieber in zwei oder mehrere unterteilt werden. Mithilfe von kostenlosen Textanalyse Tools kann dieser Prozess erleichtert werden.

Struktur und Stil

Wie im ersten Teil dieses Blogs bereits erwähnt, ist gut und schlecht in der Regel subjektiv. Das gilt auch für den Schreibstil, es ist Geschmackssache, was gefällt und was nicht. Trotzdem können Strukturen und somit ein Stück weit der Stil anhand objektiver Kriterien beurteilt werden.

  1. Viel Text heißt nicht automatisch gute Qualität: Wenn sich die Inhalte innerhalb eines Beitrags immer wiederholen, und auf wenige Sätze reduziert werden könnten, wird der Leser kaum dranbleiben. Je nach Thema kann kürzerer Content also sehr wertvoll sein.
  2. Fremd- und Fachwörter: Vor allem in sehr themenspezifischen Beiträgen kann auf Fach- oder Fremdwörter oft nicht verzichtet werden, häufig sind sie essenziell für den Inhalt. Diese Wörter müssen auch nicht vermieden werden, sollten aber erklärt oder mit den passenden Verlinkungen versehen werden. Wenn der User selbst nach Wörtern googlen muss, wird er nach kurzer Zeit frustriert abspringen.
  3. Wer ist eigentlich meine Zielgruppe? Dazu könnte ein eigener Beitrag verfasst werden. In jedem Fall sollten Autoren ihrer Leserschaft kennen. Wie im ersten Teil erwähnt, spielt die Relevanz eine große Rolle. In einem Blogbeitrag, der beispielsweise Händlern erklärt, wie sie auch als Anfänger einen Onlineshop aufbauen können, hat die technische Tiefe nichts verloren. Das führt unter Umständen nur dazu, dass der Leser verwirrt wird und abspringt.

Es gibt unzählige weitere Kriterien, die den Stil eines Textes objektiv beurteilen. Generell darf der Text nicht unnötig verkompliziert werden, soll aber auch kein leeres Geschwafel sein. Die richtige Mischung macht es aus und diese variiert je nach Thema.

Das richtige Keyword – aber bitte keine reine Keywordliste

Keywords haben eine große Bedeutung für das Suchmaschinenranking, denn sie sorgen dafür, dass die Algorithmen die Inhalte indexieren können. Vor dem Verfassen eines Textes ist eine Keyword-Recherche also durchaus sinnvoll. Jedoch gilt hier: bitte nicht übertreiben! Zur Veranschaulichung zwei Beispiele:

V1: Social Commerce über Social Media boomt. Nachdem zuerst Instagram auf Social Commerce setzte, zog Facebook nach und bot Social Commerce an. Auch WhatsApp bietet seinen Nutzern nun Social Commerce und Twitter könnte die nächste Plattform mit Social Commerce sein.

V2: Shopping über Social Media boomt weiterhin: Nach Facebook, Instagram und WhatsApp könnte nun Twitter die nächste Plattform sein, die Social Commerce anbietet.

Natürlich ist V1 sehr überspitzt dargestellt. Aber viele Online-Texter vertreten die Meinung, je mehr Keywords ein Text enthält desto besser muss er auch gerankt werden. Die Keyword-Dichte ist aber längst nicht alleine entscheidend für den Erfolg eines Beitrags, zumal Google eine zu hohe Dichte als Spam erkennt. Viel wichtiger ist aber, dass der Lesefluss des Nutzers durch eine solche Aneinanderreihung von Keywords erheblich gestört wird. Der Text lässt sich nicht mehr schön lesen und der Leser wird abspringen.

Fehler in Orthographie und Grammatik

Ein Text mit vielen grammatikalischen oder orthographischen Fehlern zeugt natürlich nicht unbedingt von guter Qualität. Ob „dass vs. das“, Fehler bei der Kommasetzung oder in der Groß- und Kleinschreibung – der Inhalt sollte in jedem Fall sprachlich einwandfrei sein. Auch hier können Textanalyse Tools Abhilfe schaffen.

Natürlich kann es viele weitere Faktoren geben, die die Textqualität beeinflussen. Eines haben sie aber alle gemeinsam: der Leser und seine Bedürfnisse stehen im Fokus. Wenn Aufbau und Stil, Keywords und Grammatik Beachtung finden, und die Kriterien aus dem ersten Teil des Blogs berücksichtigt werden, wird die Textqualität erheblich verbessert.

Wenn Sie Fragen zur Content Erstellung oder Ihrer Textqualität haben, kontaktieren Sie uns gerne!

Anna-Lena Hillenbrand
Anna-Lena Hillenbrand
Anna-Lena Hillenbrand ist Absolventin der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt im Masterstudiengang Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation. Während ihres Studiums war sie bereits als Werkstudentin für Krick Interactive Media tätig. Seit September 2020 ist sie nach ihrem Abschluss für die Holding krick.com tätig und kümmert sich hauptsächlich um den Bereich Content Marketing in der Unternehmensfamilie.

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