Soziale Netzwerke bekommen Konkurrenz durch Google Maps

Google Maps

Mit der Plattform Google+ hat Google bereits schon einmal versucht, ein soziales Netzwerk aufzubauen. Das Netzwerk war zwar einigen bekannt, wurde aber nur von wenigen Usern aktiv genutzt. Deshalb hat Google im April 2019 den Dienst vollständig eingestellt. Trotz des Scheiterns, versucht der Suchmaschinenbetreiber jetzt erneut Facebook und Co. Konkurrenz zu machen. Dabei wird eine der meist genutzten Funktionen von Google erweitert: Google Maps.

Von der „Map“ zum „Network“

Die Google Maps-Karte hat wahrscheinlich jeder Google User schon zahlreiche Male zum Navigieren durch fremde Städte oder zum Planen unbekannter Routen verwendet. Zudem dienen die Bewertungen von Restaurants und Sehenswürdigkeiten der Orientierung und helfen dem User, sich an unbekannten Orten zurecht zu finden. Von den Öffnungszeiten einer Bücherei bis hin zu kulinarischen Geheimtipps – Google Maps ist schon lange nicht mehr nur eine digitale Weltkarte.

Die Influencer bei Google Maps

Beim Durchlesen der Informationen eines Google My Business-Profils stechen die Rezensionen von Local Guides meist heraus. Diese können durch das orangene Abzeichen identifiziert werden. Die Guides erreichen, je nach Anzahl der hochgeladenen Fotos und Bewertungen, verschiedene Level und erhalten neue Abzeichen beim Erreichen bestimmter Aktivitätsziele. Das Konzept der Local Guides nimmt Google jetzt als Anreiz, um für mehr Sichtbarkeit der Profile zu sorgen und die Funktionen der Plattform zu erweitern.

Folgen und gefolgt werden

Die Neuerungen beinhalten die Möglichkeit, aktive User zu abonnieren, um das Posten von Fotos und Rezensionen nachzuverfolgen. Das Prinzip erinnert stark an Social Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram, da bald auch eine Profil-Beschreibung eingestellt werden kann. Darin kann der Nutzer beispielsweise seine Heimatstadt angeben oder bestimmte Restaurantpräferenzen.

Auch private Profile und Beiträge sollen bald möglich sein. In den Einstellungen kann der User ganz einfach festlegen, welche Informationen er mit der Öffentlichkeit teilen möchte. Ähnlich wie bei Instagram können Follow-Anfragen dadurch auch abgelehnt werden und nur akzeptierte Abonnenten können die Beiträge sehen.

Durch diese Möglichkeiten der Interaktion und des Informationsaustauschs kann deshalb eigentlich schon längst von einem sozialen Netzwerk gesprochen werden. Laut Google werden die Erneuerungen nach und nach weltweit ausgerollt. Jedoch ist noch unklar, wann die Follow-Funktion auch in Deutschland verfügbar sein wird.

Quelle: https://blog.google/products/maps/better-local-recommendations-google-maps/

Marlies Wachmeier
Marlies Wachmeier
Marlies Wachmeier ist Absolventin der Universität Erlangen-Nürnberg im Bereich Internationale Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Internationales Management, Marketing und Kommunikation. Seit September 2012 arbeitet sie für die Full-Service-Agentur KIM Krick Interactive Media GmbH + Co. KG sowie den Internet-Dienstleister iWelt GmbH + Co. KG in Eibelstadt. Dabei kümmert sie sich hauptsächlich um Unternehmenskommunikation und Content Marketing. 2018 absolvierte Wachmeier berufsbegleitend den Master of Science für Crossmedia Management an der Leipzig School of Media.

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