Responsive Search Ads für Google Ads (AdWords)

Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen sind nichts Neues: seit Mai 2018 gibt es sie, jedoch haben sie bisher die Beta-Phase nicht verlassen. Grund genug um ein Jahr später einen Blick auf die bisherigen Möglichkeiten dieses Anzeigenformats zu werfen.

Expanded Text Ads vs. Responsive Search Ads

Ein Vergleich zwischen dem Anzeigenformat „Erweiterte Textanzeigen“ und „Responsive Textanzeigen“ von Google Ads
> bis zu 3 Anzeigentitel mit max. 30 Zeichen > bis zu 15 Anzeigentitel mit max. 30 Zeichen
> bis zu 2 Beschreibungen mit max. 90 Zeichen > bis zu 4 Beschreibungen mit max. 90 Zeichen

Was sind die Vorteile von Responsive Search Ads?

1. Viele Anzeigen-Variationen

Je mehr Anzeigentitel und Beschreibungen eingegeben werden, desto mehr Anzeigen-Varianten kann Google testen. Je nachdem, welche Varianten am besten performen, werden dann am häufigsten ausgespielt. Leider sieht man, selbst über ein Jahr nach dem Release der RSA, nur die jeweiligen Impressions (Einblendungen) der jeweiligen Anzeigen-Variante.

2. Zeitersparnis

Es ist nicht mehr nötig, selbst verschiedene Anzeigen-Varianten gegeneinander zu testen und somit selbst viele Anzeigen zu schreiben. Mit den RSA können Google die Kombinationen überlassen werden – mit einer Anzeige.

3. Mehr Ausspielungen auf den jeweiligen Geräten

Durch die vielen Varianten ist es Google möglich, den Platz auf den Displays der jeweiligen Endgeräte optimaler zu nutzen und somit die Anzeigen-Variation an mehr Auktionen teilnehmen zu lassen.

4. Bessere Performance

Dadurch, dass die Anzeigen-Variationen an mehr Auktionen teilnehmen, sind mehr Klicks und Conversions möglich als mit üblichen Textanzeigen.

Bausteine und Möglichkeiten von Responsive Search Ads

1. Finale URL

Die finale URL ist die URL der Landingpage (Zielseite), zu der die Anzeige führen soll.

2. Angezeigte URL

Die angezeigte URL darf maximal 2 Pfade mit jeweils maximal 15 Zeichen enthalten.

3. Anzeigentitel

Es können höchstens 15 Anzeigentitel mit jeweils maximal 30 Zeichen eingepflegt werden. Bei den Anzeigentiteln können die jeweiligen Titel an einer fixen Position angepinnt werden. Wenn dies getan wird, dann wird der angepinnte Anzeigentitel immer an der jeweils angepinnten Funktion ausgespielt.

4. Beschreibungen

Es können höchstens 4 Beschreibungen mit jeweils maximal 90 Zeichen eingepflegt werden. Bei den Beschreibungen können ebenfalls die jeweiligen Beschreibungen an einer fixen Position angepinnt werden. Wenn dies getan wird, dann wird die angepinnte Beschreibung immer an der jeweils angepinnten Funktion ausgespielt.

5. URL-Optionen für Anzeigen & abweichende mobile URL

Wie aus den anderen Anzeigenformaten bekannt, können auch bei den RSA optional Trackingparameter und/oder eine abweichende mobile Landingpage (falls vorhanden) eingegeben werden.

Auswertungsmöglichkeiten der Responsive Search Ads

Ist bereits eine RSA erstellt und hat Daten gesammelt, können im Reiter „Anzeigen und Erweiterungen“ bei den RSA unter „Assetdetails aufrufen“ (steht direkt unter der entsprechenden RSA) die verschiedenen Impressionen der jeweiligen Anzeigentitel und Beschreibung angesehen werden. Im Tab „Kombinationen“ können die kompletten Kombinationen mit Impressionsdaten eingesehen werden. Die Auswertungsmöglichkeiten sind daher leider sehr beschränkt, da die Klicks und Conversions deutlich aussagekräftiger sind als reine Einblendungen.

Responsive Search Ads: Best Practices

  • Um möglichst viele Endgeräte bespielen zu können, sollten pro Anzeigengruppe jeweils zwei erweiterte und eine responsive Textanzeige erstellt werden.
  • Verwende in den Anzeigetiteln möglichst viele Keywords, sodass die Anzeige, die am besten zur Suchanfrage passt, ausgespielt werden kann. Im besten Falle sollte natürlich pro Anzeigengruppe nur ein „Hauptkeyword“ existieren.
  • Verwende in den Anzeigentiteln und Beschreibungen verschiedene Längen, sodass je nach Displaygröße immer das Maximum von Google erreicht werden kann.
  • Verwende in den Anzeigentiteln maximal eine Keyword Insertion um doppelte Texte zu vermeiden.
  • Teste verschiedene Call-to-Actions

Fazit

Leider ist es nach wie vor nicht möglich, die verschiedenen Kombinationen anständig auszuwerten. Allerdings ist es möglich, auf Anzeigenebene die Klicks, Conversions und andere übliche Metriken zu sehen. Auf diese Weise können mindestens die ETAs mit den RSAs verglichen und ggf. Rückschlüsse daraus gezogen werden. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Automatisierung und eine Vereinfachung für Kampagnen-Manager – allerdings mit deutlich begrenzten Möglichkeiten. Für uns gehören Responsive Search Ads schon lange zum Standard einer Anzeigengruppe. Wie sieht es mit euch aus? Nutzt ihr sie und in welcher Form helfen sie euch weiter? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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